Komunalpolitik

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    Solarpark in Boostedt – eine Stellungnahme der UWB zum geplanten Solarpark

    Wie bewertet die UWB das Vorhaben grundsätzlich?

    Als UWB sehen wir die Stromerzeugung durch Photovoltaik grundsätzlich als eine umweltfreundliche und effiziente Form der Energiegewinnung sowie als einen wichtigen Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität. Freiflächen-Photovoltaikanlagen bewerten wir jedoch differenziert. Dabei orientieren wir uns an den Zielen der Landesplanung, die empfiehlt, solche Anlagen vorrangig auf bereits versiegelten oder anderweitig vorbelasteten Flächen zu errichten und unberührte Landschaftsräume möglichst zu schonen.

    Gerade in Boostedt sind durch die eingezäunten Bundeswehrflächen bereits große Teile der Gemarkung dauerhaft der kommunalen Nutzung entzogen. Die geplante Anlage bleibt zwar unter der von der Landesplanung genannten 5-Prozent-Grenze der Gemeindefläche, dennoch würden rund 8,5 Prozent der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzfläche entfallen. Für uns ist das ein zu weitgehender Eingriff in den Freiraum.

    Hinzu kommt die Bedeutung der Flächen für den Natur- und Artenschutz. Nach Einschätzung des Landesjagdverbandes verlaufen durch das Plangebiet wichtige Wechsel des Rotwildes. Diese Wildkorridore müssen dauerhaft erhalten bleiben. Wie in der Sitzung des Bauausschusses deutlich wurde, kommt Boostedt für den genetischen Austausch der Rotwildpopulation eine zentrale Bedeutung zu. Deshalb erwarten wir, dass im weiteren Verfahren geprüft wird, ob einzelne Teilflächen aus der Planung herausgenommen werden müssten.

    Unsere Haltung bleibt unverändert: Photovoltaik sollte in Boostedt vorrangig auf Dachflächen, Parkplätzen und anderen bereits vorbelasteten Flächen entstehen. Wertvolle landwirtschaftliche Nutzflächen sollten nur dann in Anspruch genommen werden, wenn dafür überzeugende Gründe sprechen.

    Um den Planungsprozess nicht zu blockieren, haben wir den bisherigen Verfahrensschritten zugestimmt. Einer Umsetzung des Projekts in der derzeit vorgesehenen Größenordnung von 76 Hektar reiner PV-Fläche werden wir jedoch nicht zustimmen.

    Bild entnommen aus:

    https://amt-boostedt-rickling.sitzung-online.depublicwicketresourceorg.apache.wicket.Applicationdoc1029472.pdf

    Chancen und Herausforderungen des Solarparks

    Ein Solarpark kann einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung und zur Versorgungssicherheit leisten. Genau diese Ziele – Klimaneutralität, Versorgungssicherheit und ein Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger – wurden bereits bei der Projektvorstellung im Jahr 2023 hervorgehoben.

    Nach den aktuellen Planungen soll der erzeugte Strom jedoch über eine neue Leitung zum Umspannwerk Hardebek abgeführt werden. Eine unmittelbare Nutzung des erzeugten Stroms in Boostedt ist bislang nicht vorgesehen – aus unserer Sicht könnte es aber einen zukünftigen Bedarf dafür in Boostedt geben.

    Damit stellt sich für uns eine zentrale Frage: Welchen konkreten Mehrwert hat der Solarpark für die Menschen in Boostedt? Entsteht lediglich eine große Photovoltaikanlage auf Gemeindegebiet oder profitiert die Gemeinde auch unmittelbar von der erzeugten Energie?

    Wir setzen uns dafür ein, die Möglichkeiten einer stärkeren Einbindung in die örtliche Energieversorgung zu prüfen. Dadurch könnte nicht nur die Versorgungssicherheit vor Ort gestärkt werden. Auch mögliche Vorteile durch kürzere Transportwege und eine geringere Auslastung der Stromnetze – etwa bei den Netzentgelten – sollten sorgfältig untersucht werden.

    Was sollte im weiteren Verfahren berücksichtigt werden?

    Neben einer Reduzierung der geplanten Flächengröße sehen wir insbesondere beim Natur- und Artenschutz sowie beim Brandschutz weiteren Handlungsbedarf.

    Die Belange des Rotwildes und anderer Wildtiere müssen durch ausreichend breite Wildkorridore dauerhaft gesichert werden. Gleichzeitig erwarten wir, dass die Auswirkungen auf Natur und Landschaft im weiteren Verfahren sorgfältig geprüft und soweit wie möglich minimiert werden. Dies schließt auch eine Mehrfachnutzung (zur Stromerzeugung und Landwirtschaft) der Flächen mit ein.

    Ebenso muss der Brandschutz von Beginn an eng mit der Freiwilligen Feuerwehr Boostedt abgestimmt werden. Dazu gehören vorbeugende Brandschutzmaßnahmen, eine gute Erreichbarkeit der Anlage für Einsatzkräfte, eine ausreichende Löschwasserversorgung sowie tragfähige Sicherheitskonzepte für Trafostationen und andere technische Einrichtungen. Dabei müssen auch die personellen und technischen Möglichkeiten der örtlichen Feuerwehr angemessen berücksichtigt werden.

    Unser Ziel ist eine verantwortungsvolle Energiewende, die Klimaschutz, Natur- und Artenschutz sowie die Interessen der Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen berücksichtigt.

    Bei der Erstellung des Artikels kam KI-Unterstützung im Rahmen grammatikalischer Verbesserungen, sprachlichen Verfeinerungen und leichter Sprache zum Einsatz (ChatGPT).

  • Komunalpolitik,  Schul- und Kulturausschuss

    Was geschieht mit den alten Schul-iPads

    In der letzten Sitzung des Schul- und Kulturausschusses wurde über die Nachnutzung der Schuli-Ipads abgestimmt.

    Die CDU Boostedt suggeriert in ihrem aktuellen Beitrag, die UWB hätte sich gegen eine sinnvolle Nachnutzung ausgemusteter Schul-iPads durch Vereine oder Senioren ausgesprochen. Das ist sachlich falsch und verzerrt die tatsächliche Entscheidungssituation im Ausschuss.

    Hier sind die Fakten:

    Die UWB hat keineswegs gegen den Grundgedanken einer weiteren Nutzung gestimmt. Wir haben uns lediglich gegen einen Zwang zur Rückgabe der Geräte durch die Schülerinnen und Schüler ausgesprochen.

    Wir sind überzeugt: Die Unterstützung unserer Kinder in der digitalen Bildung hat Priorität. Wenn ausgemusterte Geräte den Kindern, die sie bisher genutzt haben, als Eigentum verbleiben, ist das eine direkte Investition in ihre Bildungschancen.

    Unsere Position war und ist:

    Wir haben uns – im Einklang mit allen anderen Fraktionen – dafür eingesetzt, dass die Rückgabe der Geräte auf freiwilliger Basis erfolgt. So stellen wir sicher, dass Geräte, die von den Familien nicht weiter benötigt werden, dem Gemeinwohl (z.B. Seniorenarbeit, VHS, Rasselbande oder anderen Vereinen) zur Verfügung stehen können, ohne den Kindern Eigentum gegen ihren Willen zu entziehen.

    Es ist enttäuschend, dass die CDU hier versucht, durch die einseitige Darstellung eines Abstimmungsverhaltens einen Keil zwischen die Generationen zu treiben, anstatt die konstruktive und einstimmige Lösung zur Freiwilligkeit hervorzuheben.

    Die UWB steht für eine Politik, die Menschen zusammenbringt, statt sie gegeneinander auszuspielen. Wir setzen uns weiterhin aktiv für eine nachhaltige und sinnvolle Nutzung unserer Ressourcen ein – zum Wohle aller Generationen in Boostedt.

    Eure UWB Boostedt